Fotografien sind persönliche Erinnerungen und zugleich historische Dokumente. Sie können Beweis sein und dennoch Raum für Imagination eröffnen. Ein einziges Bild kann viele Geschichten erzählen: Wer ist abgebildet? Wer steht hinter der Kamera? Für wen wurde dieser Moment festgehalten – und was bleibt ausserhalb des Bildausschnitts verborgen?
‹Being There› ist der Titel einer Werkserie von Omar Victor Diop und Lee Shulman. Sie zeigt scheinbar alltägliche Szenen aus dem Leben weisser nordamerikanischer Mittelschichtsfamilien der 1950er- und 1960er-Jahre. Auf den ersten Blick wirkt alles unauffällig. Doch Diops subtile, fast humorvolle Bildeingriffe machen die systematische Ausgrenzung Schwarzer Menschen sowie die dahinterliegenden Machtstrukturen sichtbar.
Im Workshop begeben sich die Schüler*innen auf Spurensuche in Diops Bildwelten. Sie setzen sich mit Fragen nach Zugehörigkeit, Ausgrenzung und Selbstbestimmung auseinander und halten ihre Beobachtungen und Gedanken in kurzen Audio-Notizen fest. Zum Abschluss verdichten sie diese digital zu einem poetischen Podcast-Beitrag.
Zur Ausstellung «Fast ein Paradies. Kolonialzeitliche Fotografie in der Gegenwartskunst»
Informationsveranstaltung für Lehrpersonen am 29.4.26, 15.30 Uhr
© Omar Victor Diop & Lee Shulman, Courtesy Omar Victor Diop & Lee Shulman und Galerie MAGNIN-A, Paris.
Stufe: Sekundarklasse (1.–3.), Mittel- / Berufsfachschule, Kantonsschule (1.-6.)
Preis: kostenlos
Leitung: Brigit Rufer
Vormittag: Di - Fr, 9:30-11:30 Uhr, oder nach Vereinbarung
Nachmittag: Di - Fr, 13:30-15:30 Uhr, oder nach Vereinbarung