Toni Gerber
Biografie
Toni Gerber wurde in Bern geboren und führte neben seiner Tätigkeit als Lehrer für Deutsch und Geschichte am Untergymnasium in Bern eine Galerie in der Berner Altstadt. Dort zeigte er hauptsächlich Arbeiten von zeitgenössischen Schweizer Künstler*innen und prägte so die Schweizer Kunstlandschaft.
Mit der Eröffnung der Galerie im Jahr 1964 begann Toni Gerber ausserdem, südostasiatische Kunst zu sammeln. Die Objekte erwarb er auf seinen vielen Reisen häufig vor Ort. In den 1960er und 1970er Jahren verbrachte er mehrere Monate in Afghanistan, Nepal und Südostasien und dokumentierte seinen Aufenthalt mit Malkasten und Kamera. Zwischen 1972 und 1976 schrieb er auch Tagebuch, das als Hills and Holes später publiziert wurde. Ab 1972 flog Toni Gerber regelmässig nach Asien, insbesondere nach Thailand und auf die Schildkröteninsel Ko Tao, und verlegte zeitweise seinen Wohnsitz nach Süd- und Südostasien.
Toni Gerber unterstützte lokale Institutionen mit Schenkungen. Zu den Begünstigten gehörten das Kunstmuseum Bern, das über 3000 Werke von mehr als 40 Künstler*innen (u.a. Dieter Roth, Markus Raetz sowie Sigmar Polke) erhielt, und das Kunstmuseum Luzern, das etwa 250 Werke (u.a. von Jean-Frédéric Schnyder, Franz Eggenschwiler, Alois Mosbacher, Albrecht Schnider und Hans Stalder) bekam.
Im Jahr 2002 versprach Toni Gerber, dem Museum Rietberg seine umfangreiche Sammlung von 1509 Buddha-Figuren aus verschiedenen Kupferlegierungen, Votivtafeln aus Terrakotta, Gefässen und Tierfiguren aus Südostasien (Thailand, Kambodscha, Vietnam, Myanmar und Malaysia) zu schenken. Zeit seines Lebens wollte er die Artefakte in seiner Wohnung in Bern behalten. Als er schwer erkrankte, entschied er sich, die Sammlung vor seinem Tod dem Museum zu übergeben. Die Schenkung wurde 2008 vollzogen. Im Jahr 2009 inventarisierte und bearbeitete Delphine Desoutter die Sammlung. Zusammen mit der Sammlung erhielt das Museum auch Toni Gerbers Asienbibliothek, die aus 113 Bänden, vorwiegend englischen Publikationen, besteht und sich hauptsächlich mit der Kunst Südostasiens aber auch Indiens und dem Buddhismus befasst.
Die Schenkung von Toni Gerber ist besonders interessant, weil seine Sammlung sich auf kleinere Objekte aus Terrakotta konzentriert. Viele Sammler*innen bevorzugen repräsentative, monumentale Bildhauerei. Darüber hinaus dokumentiert sie religiöse Objekte aus dem Alltag von Buddhisten in Südostasien, darunter Votivtafeln, die in dieser Region von Pakistan bis Indonesien allgegenwärtig sind und als Träger religiöser Kommunikation dienen.
Mit der Eröffnung der Galerie im Jahr 1964 begann Toni Gerber ausserdem, südostasiatische Kunst zu sammeln. Die Objekte erwarb er auf seinen vielen Reisen häufig vor Ort. In den 1960er und 1970er Jahren verbrachte er mehrere Monate in Afghanistan, Nepal und Südostasien und dokumentierte seinen Aufenthalt mit Malkasten und Kamera. Zwischen 1972 und 1976 schrieb er auch Tagebuch, das als Hills and Holes später publiziert wurde. Ab 1972 flog Toni Gerber regelmässig nach Asien, insbesondere nach Thailand und auf die Schildkröteninsel Ko Tao, und verlegte zeitweise seinen Wohnsitz nach Süd- und Südostasien.
Toni Gerber unterstützte lokale Institutionen mit Schenkungen. Zu den Begünstigten gehörten das Kunstmuseum Bern, das über 3000 Werke von mehr als 40 Künstler*innen (u.a. Dieter Roth, Markus Raetz sowie Sigmar Polke) erhielt, und das Kunstmuseum Luzern, das etwa 250 Werke (u.a. von Jean-Frédéric Schnyder, Franz Eggenschwiler, Alois Mosbacher, Albrecht Schnider und Hans Stalder) bekam.
Im Jahr 2002 versprach Toni Gerber, dem Museum Rietberg seine umfangreiche Sammlung von 1509 Buddha-Figuren aus verschiedenen Kupferlegierungen, Votivtafeln aus Terrakotta, Gefässen und Tierfiguren aus Südostasien (Thailand, Kambodscha, Vietnam, Myanmar und Malaysia) zu schenken. Zeit seines Lebens wollte er die Artefakte in seiner Wohnung in Bern behalten. Als er schwer erkrankte, entschied er sich, die Sammlung vor seinem Tod dem Museum zu übergeben. Die Schenkung wurde 2008 vollzogen. Im Jahr 2009 inventarisierte und bearbeitete Delphine Desoutter die Sammlung. Zusammen mit der Sammlung erhielt das Museum auch Toni Gerbers Asienbibliothek, die aus 113 Bänden, vorwiegend englischen Publikationen, besteht und sich hauptsächlich mit der Kunst Südostasiens aber auch Indiens und dem Buddhismus befasst.
Die Schenkung von Toni Gerber ist besonders interessant, weil seine Sammlung sich auf kleinere Objekte aus Terrakotta konzentriert. Viele Sammler*innen bevorzugen repräsentative, monumentale Bildhauerei. Darüber hinaus dokumentiert sie religiöse Objekte aus dem Alltag von Buddhisten in Südostasien, darunter Votivtafeln, die in dieser Region von Pakistan bis Indonesien allgegenwärtig sind und als Träger religiöser Kommunikation dienen.
Benutzte Quellen
- news.ch- kunstmuseumluzern.ch
- kunstforum.de
- swissinfo.ch
- Jahresbericht Museum Rietberg 2009, S. 43–44
- Jahresbericht Museum Rietberg 2010, S. 97
- E-Mail von Johannes Beltz, 30.9.2024.
- Desoutter, Delphine, Printing the faith in Southeast Asia: the Buddhist production of seals and stupas (7th – 13th century CE), Dissertation Université Sorbonne Nouvelle, Paris, 2017., 07.2025