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Kuratorium

Peter Fux
Leitung Sonderausstellungen, Kurator Amerika
  • Fotografie: Rainer Wolfsberger

    Links

    Sammlungsbereich(e)

    Sammlung Amerika

    Auswahl Ausstellungen

    Chavín - Perus geheimnisvoller Anden-Tempel

    (23. November 2012 - 10. März 2013)  

     

    Kooperationsprojekte

    Kooperation mit Peru


    Schweizerisch-Liechtensteinische Stiftung für archäologische Forschungen im Ausland (SLSA)
    www.slsa.ch


    Bhutan: Archäologisches Projekt
    Ausbildungsprojekt in Bhutan


    Kontakt » 

  • Weshalb sollten wir uns in Zürich für die alte Kunst Amerikas interessieren?

    Das ist eine ganz grosse Frage. Als Archäologe werde ich immer wieder gefragt, weshalb man sich mit der fernen Vergangenheit beschäftigen soll. Ich bin überzeugt, dass das gar keine Entscheidungsfrage ist. Die Neugier nach Wissen und Verstehen ist die innere Kraft, die den Menschen überhaupt ausmacht.

    Als Individuen machen wir uns Gedanken über Leben und Tod, ob wir wollen oder nicht. Doch Weltbilder und Wahrheiten werden nicht von Einzelnen gemacht, sondern gesellschaftlich entwickelt und getragen. Die Kunstwerke drücken etwas davon aus. In Amerika sind zahlreiche Kulturen hervorgegangen, ganz unabhängig von Europa, Asien oder Afrika. Sich diesen Kulturen anzunähern und sie zu verstehen macht nicht nur viel Freude, sondern erweitert tatsächlich den Horizont.
     

    Wie sind Sie zum Kurator für die Kunst Amerikas geworden?

    Als Zwanzigjähriger unternahm ich eine lange Fahrradreise durch die Andenländer. Die Natur, die Menschen und vor allem die Archäologie vereinnahmten mich. Als gelernter Hochbauzeichner holte ich die Matura und das Archäologiestudium in Zürich nach. Jedes Jahr konnte ich dann jeweils für mehrere Monate mit dem Deutschen Archäologischen Institut nach Peru reisen, um an Ausgrabungen mitzuarbeiten. Dann durfte ich bei der Schweizerisch-Liechtensteinischen Stiftung für archäologische Forschungen im Ausland (SLSA, im Museum Rietberg angesiedelt) einen Antrag für ein Forschungsprojekt in Südperu einreichen. So ergab sich der Kontakt mit dem Museum Rietberg. Seit 2011 bin ich Kurator für die Kunst Amerikas.
     

    Was gefällt Ihnen ganz besonders gut an Ihrer Arbeit?

    Ist es nicht das schönste Museum überhaupt? Ich kann mich mit wunderbaren und interessanten Kunstwerken beschäftigen und brennenden Fragen nachgehen, etwa kosmologische Vorstellungen ergründen, mich Weltbildern und Religionen annähern, und das in meiner täglichen Arbeit. Ich kann mich mit inspirierenden Persönlichkeiten austauschen und in die Kulturen eintauchen, die mich so sehr berühren, und sie anderen Menschen näherbringen.
     

    Wo sehen Sie die Schwerpunkte Ihrer Tätigkeit am Museum?

    Wir sind ein Museum von Weltklasseformat. Das müssen wir bleiben und weiter ausbauen. Um hochwertige und erfolgreiche Ausstellungen in Zürich realisieren zu können, müssen wir die Kontakte mit unseren Herkunftsregionen pflegen und weiter ausbauen. Das sorgt für thematische Tiefe und Treffsicherheit, für gute Beziehungen und beidseitige Befriedigung und ausgeglichenen Nutzen. Durch diese Werte ist das Museum Rietberg zu dem geworden, was es heute ist: Eines der weltweit schönsten und besten Museen für aussereuropäische Kunst. Dafür setze ich mich ein, indem ich weiterhin archäologisch in Amerika tätig bin, die Kontakte pflege und die Sammlung nach heutigen Kriterien betreue und ausbaue. 

Agenda

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