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Kuratorium

Dr. Johannes Beltz
Stv. Direktor, Leitung Kuratorium, Kurator Indien, Südostasien
  • Fotografie: Rainer Wolfsberger

    Links

    Sammlungsbereich(e)

    Sammlung Indien
    Sammlung Südostasien


    Auswahl Ausstellungen

    Klang/Körper - Saiteninstrumente aus Indien
    (4. September 2014 - 19. April 2015) 

    Streetparade der Götter - Bronzekunst aus Indiens Dörfern
    (20. Juli - 11. November 2012) 

     

    Netzwerke

    Linkedin
    www.linkedin.com/in/johannesbeltz

    Religionswissenschaft, Universität Zürich
    www.religionswissenschaft.uzh.ch

    Academia
    rietberg.academia.edu/JohannesBeltz

    Xing
    www.xing.com/profile/Johannes_Beltz

    Twitter
    twitter.com/JOHBELTZ

     

    Kontakt »

  • Wie kamen Sie als ehemaliger «Ost-Berliner» ans Museum Rietberg?

    Seit meiner Jugend faszinierte mich Indien mit seinen Religionen, seiner Kultur und Geschichte. In der DDR konnte man nicht so einfach Indologie studieren. Also studierte ich zunächst Theologie an der Universität Martin Luther Universität in Halle (Saale) und lernte im Rahmen meiner religionswissenschaftlichen Spezialisierung die altindischen Sprachen Sanskrit und Pali. Nach dem Fall der Mauer sattelte ich um und studierte nun «richtig» Indologie und Religionswissenschaft an den Universitäten Strasbourg, Paris, Lausanne und Heidelberg.

    Ab 1994 reiste ich immer wieder für Forschungsprojekte für längere Zeit nach Indien. Dort traf ich auf Freunde und Kollegen von Eberhard Fischer, dem früheren Indienkurator und Direktor des Museums Rietberg. Diese machten mich auf das Museum aufmerksam und rieten mir, mich doch für ein Museumspraktikum zu bewerben. Und so kam ich im Dezember 2001 zum ersten Mal nach Zürich. Fünf Jahre später trat ich Eberhard Fischers Nachfolge als Kurator für indische Kunst an. Seit 2009 leite ich das Kuratorium.


    Was macht Ihnen am meisten Spass bei Ihrer Arbeit?

    Zunächst einmal die Tatsache, dass ich eigentlich immer von schönen und gleichzeitig interessanten Dingen umgeben bin. Am meisten mag ich aber an meinem Beruf, dass ich immer mit interessanten Menschen zu tun habe, mit unserem internationalen Publikum, Kollegen aus Indien, Leihgebern, Leihnehmern, Fachkollegen, Gastkuratoren, Schenkern, Sponsoren und Gönnern oder einfach mit den wunderbaren Mitgliedern der Rietberg-Gesellschaft.

    Hinter allem steht für mich eine grosse Faszination für die indische Kultur in all ihren Facetten, mit ihrer Architektur, Bildhauerei, Malerei, Musik oder dem Tanz. Ständig versuche ich, mit der Unterstützung von Sponsoren und Schenkern, die bestehende Sammlung durch neue Sammlungsgebiete zu ergänzen. Und diese mache ich dann in Ausstellungen, Vorträgen und Publikationen dem Publikum zugänglich. Ich verstehe mich als eine Art Sammler, Forscher und Vermittler. Das ist natürlich ein extrem spannendes Arbeitsfeld.


    Wo sehen Sie die Herausforderungen für sich und das Museum?

    Die grösste Herausforderung an meiner Arbeit ist sicher ihre Vielschichtigkeit. Denn als Kurator ist man permanent gefordert, parallel mehrere «Baustellen» zu betreuen und auf ganz unterschiedlichen «Bühnen» aufzutreten. Sammlungsdokumentation, Projektleitung bei einer Ausstellung, Texterstellung für Ausstellungskataloge, Korrespondenz mit Museen aus der ganzen Welt, Kontaktpflege zu unseren Sponsoren und den Mitgliedern der Rietberg-Gesellschaft sowie diverse administrative Aufgaben wollen unter einen Hut gebracht werden.

    Es ist diese ständige Abwechslung, die ich zwar in meinem Alltag schätze, die mich aber vor immer grössere Herausforderungen stellt. Auch das Museum Rietberg muss sich neuen Herausforderungen stellen. Denn grosse Sonderausstellungen mit internationalen Leihgebern werden immer teurer und im Zuge leerer öffentlicher Kassen schwieriger finanzierbar. Wir werden in der Zukunft auf starke und verlässliche Partner angewiesen sein, um unsere Sammel-, Vermittlungs- und Ausstellungstätigkeit weiter auf dem hohen Niveau ausüben zu können. Gleichzeitig müssen wir uns vermehrt um eine noch intensivere Zusammenarbeit mit den Herkunftsländern bemühen. 

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