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Kuratorium

Alexandra von Przychowski
China
  • Fotografie: Rainer Wolfsberger

    Links

    Sammlungsbereich(e)

    Sammlung China
    Sammlung Himalaya
    Meiyintang Collection


    Auswahl Ausstellungen

    Yaks, Yetis, Yogis - Tibet im Comic
    (14. Juli - 10. November 2013) 

    Maos Mango - Massenkult der Kulturrevolution
    (15. Februar - 16. Juni 2013)

    Bhutan – Heilige Kunst aus dem Himalaya
    (4. Juli - 17. Oktober 2010)

    Schätze der Liao – Chinas vergessene Nomadendynastie
    (13. Mai - 15. Juli 2007)

    Wege ins Paradies oder die Liebe zum Stein in China
    (17. Mai – 30. August 1998) 



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  • Wie kommt man dazu, klassische Sinologie zu studieren?

    Am Anfang war es wohl einfach der Reiz des Exotischen, der mich zu dieser Studienwahl veranlasste. Doch schnell war ich so fasziniert, dass selbst mir die mühsame Zeit des Schrifterwerbs grossen Spass machte. Die alte Schriftkultur mit ihrem schier unerschöpflichen Schatz an Quellenmaterial verhiess Tausende von Entdeckungsmöglichkeiten. Meinen zweijährigen Studienaufenthalt in China konnte ich zu ausgedehnten Reisen nutzen und so den Reichtum der chinesischen Kunst entdecken. Nach meiner Rückkehr bot sich mir in Heidelberg die Möglichkeit, meinen Studienschwerpunkt auf die Kunstgeschichte Chinas zu legen. Und was gibt es Schöneres, als sich mit schönen Dingen zu beschäftigen.
     

    Sie sind jetzt seit über 15 Jahren am Museum tätig. Haben Sie eine Lieblingsausstellung?

    Ich habe nicht nur eine, sondern eine lange Liste von Lieblingsausstellungen. Das Schöne bei meiner Arbeit am Museum ist ja gerade, dass ich nicht nur in meinem Bereich zu äusserst vielfältigen Themen arbeiten kann und muss, sondern auch in die Gebiete meiner Kollegen und Kolleginnen Einblick gewinne. Jede Ausstellung öffnet den Horizont und hält neue Erfahrungen bereit.

    So hat mich bei der Bhutan-Ausstellung 2009 der enge Kontakt mit den beiden bhutanischen Mönchen stark berührt, bei der Ausstellung «Maos Mango» 2013 habe ich nicht nur viel über die Kulturrevolution gelernt, sondern auch über Vergangenheitsbewältigung im allgemeinen, und bei «Tibet im Comic» konnte ich die Welt des Comic ganz neu entdecken.

    Unvergesslich bleibt für mich aber beispielsweise auch die Mexiko-Ausstellung 1997 mit dem gigantischen Steinkopf im Entree, die verspielte, erzählerische Ausstellung zu «Rama und Sita» 2008, oder Bilder der persischen Malerei in der Ausstellung «Glanz des Orients» von 1998, die zum Schönsten gehören, was ich je gesehen habe.
     

    Was steht für Sie im Zentrum Ihrer Museumsarbeit?

    Neben dem Bewahren, Erforschen und Präsentieren der Kunstwerke steht für mich vor allem die Vermittlungsarbeit im Vordergrund. Wie kann ich ein komplexes Thema einfach und spannend präsentieren? Wie kann ich wissenschaftlich relevante Ausstellungen so gestalten, dass sie nicht nur für Spezialisten, sondern auch für Jugendliche interessant und verständlich sind? Wie kann ich die Augen der Besucher öffnen für fremde Sichtweisen? Wie kann ich sie anleiten, Neues und Ungewöhnliches zu entdecken? Und wie kann ich es erreichen, dass sie nicht nur belehrt, sondern auch begeistert und beglückt nach Hause gehen?

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